Eine Kurs-Landingpage ist eine fokussierte Seite, die einen Onlinekurs erklärt und Besucher zu einem klaren nächsten Schritt führt, etwa zur Anmeldung, zum Kauf oder zur Buchung einer Demo.
Sie hilft potenziellen Teilnehmenden zu prüfen, ob Kursinhalt, erwartetes Lernergebnis und Bedingungen zu ihrem Bedarf passen.
Das Ziel muss nicht immer ein sofortiger Kauf sein: Eine Seite kann auch Anmeldungen für ein kostenloses Angebot sammeln oder einen Demo-Termin anbieten. Plane zuerst Inhalt und Handlungsziel; die folgenden Schritte ergeben daraus einen überprüfbaren Seitenentwurf.
Vorbereitung: Halte verlässliche Angaben zum fertigen Kurs, zu Lernzielen, Voraussetzungen, Lehrperson und gegebenenfalls Preis- und Anmeldebedingungen bereit. Nutze nur echte, belegbare Bewertungen und Ergebnisse.
1. Zielgruppe und Lernergebnis festlegen
Das Seitenziel beginnt beim Angebot
Eine Kursseite kann einen Kauf oder eine Anmeldung auslösen, Kontaktdaten für ein kostenloses Angebot erfassen oder zu einer Demo-Buchung führen. Entscheide, was die Besucherin oder der Besucher als Nächstes tun soll. Das Angebot bestimmt, welche Informationen im Vordergrund stehen.
Beispiel einer kostenlosen SEO-Kursseite: Überschrift, Gratisangebot und Schaltfläche zum Einführungsvideo machen das Angebot sichtbar.
Bedarf und Lernergebnis zusammenbringen
Notiere zunächst, für wen der Kurs gedacht ist und welches Problem oder welchen Wunsch er aufgreift. Formuliere danach, was diese Person im Kurs tatsächlich lernen oder tun können soll. Ein präzises Lernergebnis verspricht eine Fähigkeit oder ein Verständnis, das der Kursinhalt abdeckt, nicht automatisch einen beruflichen oder finanziellen Erfolg.
Prüfe jede Aussage anhand des fertigen Kurses und seiner messbaren Lernziele. Wenn ein Ergebnis nicht durch Inhalte und Lernziele gestützt wird, formuliere es enger oder lass es weg. Schreibe konkret und in Begriffen, die die Zielgruppe versteht.
Arbeitsnotiz: „Der Kurs richtet sich an [Zielgruppe], die [Bedarf] hat. Er vermittelt [belegbares Lernergebnis].“ Ersetze die Klammertexte erst, wenn du die Angaben am Kurs geprüft hast.
2. Kursdetails, Passung und Bedingungen zusammentragen
Sammle die Angaben, die Interessierte brauchen, um Inhalt und Passung zu beurteilen. Prüfe sie gegen den fertigen Kurs, nicht gegen einen älteren Plan.
Kursinhalt, Voraussetzungen und Zielgruppe
- Schreibe die Kursgliederung auf: Welche Themen oder Module sind enthalten, und was lernen Teilnehmende dabei? Nenne nur Inhalte, die tatsächlich Teil des Kurses sind.
- Liste Voraussetzungen auf, etwa nötiges Vorwissen oder benötigten Zugang zu Materialien, wenn solche Bedingungen gelten. Fehlen verlässliche Angaben, behaupte nicht, der Kurs sei voraussetzungslos.
- Beschreibe die passende Zielgruppe anhand konkreter Rollen oder Vorkenntnisse. So können Interessierte einschätzen, ob der Kurs zu ihrer Situation passt.
- Ergänze Dauer, Sprache, Niveau oder Kursformat nur, wenn die Angaben für dieses Angebot zutreffen und geprüft sind.
Preis und Anmeldebedingungen
Bei einem kostenpflichtigen Angebot nenne den zutreffenden Preis und relevante Rabatt-, Raten- oder Anmeldebedingungen. Falls Rückerstattungsbedingungen für das Angebot gelten und auf der Seite angesprochen werden, gib sie korrekt wieder. Erfinde keine Frist oder Zusage. Bei einem kostenlosen Kurs oder einer Demo erkläre stattdessen, was die Person nach der Anmeldung erhält oder bucht.
Zusätzliche Felder für Udemy-Angebote
Udemy ist ein Marktplatz; seine Vorgaben sind keine allgemeine Norm für selbst gehostete Kursseiten. Die offizielle Udemy-Anleitung nennt zum Stand 26. Oktober 2026 folgende Angaben für Kursangebote dort:
- Kurstitel: höchstens 60 Zeichen. Er soll knapp und spezifisch sein und relevante Suchbegriffe enthalten.
- Untertitel: höchstens 120 Zeichen. Udemy empfiehlt drei bis vier wichtige Kursbereiche sowie passende Suchbegriffe, damit der Untertitel Erwartungen zum Lerninhalt setzt.
- Beschreibung: mindestens 200 Wörter. Udemy empfiehlt mindestens 1.000 Wörter und bezeichnet 1.200 bis 1.700 Wörter als noch besser. Das sind die Empfehlungen dieser Anleitung, nicht ein allgemeines Mindestmaß für Landingpages. Schreibe eigenständig und wiederhole nicht bloß andere Textabschnitte.
- Basisinformationen: Wähle die Unterrichtssprache und das Niveau. Ordne den Kurs der engsten passenden Unterkategorie zu. Als Thema empfiehlt Udemy etwas Umfassendes und zugleich Spezifisches: Im Beispiel der Anleitung passt „Tennis“ besser als das sehr breite „Sport“ oder das enge „Tennisaufschlag“.
- Kursbild: Es soll den Kurs oder die Marke passend darstellen. Verwende fremde Bilder oder Logos nicht ohne die nötige Erlaubnis.
- Lehrperson-Profil: Udemy verlangt ein Bild der Lehrperson. Beschreibe relevante Fachkenntnis und Erfahrung; konkrete Beispiele können zeigen, wie du selbst die vermittelten Konzepte gelernt hast. Persönlichkeit und Begeisterung dürfen den fachlichen Bezug ergänzen, aber nicht ersetzen.
- Kostenlose Vorschau: Wähle mindestens zehn Minuten Vorlesungsvideos als kostenlose Vorschau. Udemy beschreibt dafür eine Auswahl im Abschnitt „Curriculum“, wo für Video-Vorlesungen „free preview“ aktiviert wird. Die Anleitung nennt ein kurzes Werbevideo separat und bezeichnet eine Länge von unter zwei Minuten als ideal; setze dieses Werbevideo nicht mit der mindestens zehnminütigen Vorlesungsvorschau gleich.
Die Zahlen gelten für die beschriebene Udemy-Veröffentlichung. Übernimm sie nicht als Anforderungen für eine unabhängig gehostete Seite.
3. Angebot erklären und echte Belege auswählen
Eine konkrete Überschrift und ein verständliches Angebot schreiben
Formuliere eine Überschrift, die den Kursinhalt oder ein belegbares Lernergebnis benennt und erkennen lässt, für wen der Kurs gedacht ist. Erkläre darunter, was der Kurs behandelt und warum es für diese Zielgruppe relevant sein kann. Sprich Interessierte direkt an, verwende zugängliche Sprache und erkläre Fachbegriffe, die nicht allgemein geläufig sind.
Ein Kursüberblick kann Themen und Lektionen benennen; Lernziele machen konkret, was die Teilnehmenden lernen. Vermeide Versprechen wie einen garantierten Karrieresprung, wenn der Kurs das nicht belegen kann. Ein klares Beispiel für eine tatsächlich enthaltene Übung oder Lektion ist hilfreicher als ein unbelegter Erfolgsslogan.
Glaubwürdigkeit und sozialer Nachweis
Stelle die Erfahrung der Lehrperson passend zum Thema dar. Bei einem Udemy-Profil kann die Biografie Fachkenntnis, nachvollziehbare Lernerfahrungen, Begeisterung und Persönlichkeit verbinden. Füge soziale Profile nur ein, wenn sie relevant sind und tatsächlich zur Lehrperson gehören.
Nutze Bewertungen, Erfahrungsberichte, Einschreibungszahlen oder Ergebnisse nur, wenn sie echt und korrekt wiedergegeben sind. Erfinde keine Testimonials und verändere nicht den Eindruck, den ein Zitat oder eine Zahl vermittelt. Wenn kein geeigneter Nachweis vorliegt, lass ihn aus, statt einen sozialen Beleg zu simulieren.
Eigenständige Texte statt wiederholter Kursbeschreibungen
Schreibe für jeden Kurs eine eigene Beschreibung. Wiederholter Text kann es Interessierten erschweren, Unterschiede zwischen ähnlichen Kursen zu erkennen; auch die Udemy-Anleitung warnt vor kopierten Beschreibungen. Prüfe daher, ob Überschrift, Zielgruppe, Lerninhalte und Beispiele wirklich zu diesem Angebot gehören. Entferne unbelegte Aussagen und überarbeitete oder nicht mehr zutreffende Kursangaben.
4. Eine passende Handlungsaufforderung wählen
Die Aktion muss zum Angebot passen
Wähle eine klare primäre Handlungsaufforderung, kurz CTA (Call-to-Action): Sie kann zum Beispiel zum Kauf oder zur Kursanmeldung führen, eine Anmeldung für eine kostenlose Lektion auslösen oder einen Demo-Termin buchen. Die Worte auf der Schaltfläche sollten genau benennen, was danach geschieht.
Beispiel eines kostenlosen E-Mail-Kurses mit sichtbarem Angebot und Schaltfläche für die erste Lektion.
Mehrere Schaltflächen sind möglich, wenn sie auf dasselbe Ziel führen. Sie sollten keine unterschiedlichen Angebote oder widersprüchlichen nächsten Schritte nahelegen. Bei einem kostenpflichtigen Angebot müssen Preis und relevante Anmeldebedingungen auf der Seite erkennbar sein, bevor die Person die Kaufaktion auswählt.
Prüfe die Seite abschließend gegen die tatsächliche Aktion: Verspricht der Text eine kostenlose Lektion, sollte der CTA nicht ohne Erklärung zu einem kostenpflichtigen Kauf führen. Passt das Ziel nicht zum Angebot, überarbeite den CTA oder gleiche den Seitentext an.
5. Inhalte ordnen und den Entwurf prüfen
Ein Seiten-Gerüst nach den Fragen der Interessierten
Ordne den Entwurf so, dass die wichtigsten Entscheidungen verständlich werden. Dieses Gerüst ist ein Vorschlag für die Reihenfolge, keine feste Plattformvorlage:
- Überschrift und Angebot: Was vermittelt der Kurs, für wen ist er gedacht und was ist der passende nächste Schritt?
- Kursinhalt und Lernergebnisse: Zeige die Gliederung und beschreibe, was der Kurs tatsächlich lehrt.
- Passung und Voraussetzungen: Nenne die Zielgruppe, nötiges Vorwissen und weitere Bedingungen.
- Lehrperson und Belege: Stelle relevante Erfahrung dar und ergänze nur echte Bewertungen oder nachweisbare Ergebnisse.
- Preis und Anmeldung: Zeige den gültigen Preis und wichtige Bedingungen für ein kostenpflichtiges Angebot; erkläre bei einem kostenlosen Angebot, was die Anmeldung umfasst.
- CTA: Führe zur passenden Anmeldung, zum Kauf, zum kostenlosen Angebot oder zur Demo.
Die Anmeldesituation sichtbar machen
Wenn die Anmeldung geschlossen ist, darf die Seite nicht so wirken, als sei der Kurs sofort buchbar. Eine Warteliste kann dann der passende nächste Schritt sein, sofern sie tatsächlich angeboten wird. Das Beispiel zeigt eine entsprechende Wartelistenmeldung; es belegt weder den aktuellen Status des Angebots noch eine bestimmte Seitenleistung.
Langes Kursseiten-Beispiel mit Hinweis auf geschlossene Anmeldung und Einladung zur Warteliste.
Fakten, Lesbarkeit und mobile Ansicht prüfen
Gehe die Seite vor der Veröffentlichung in dieser Reihenfolge durch:
- Stimmen Kursgliederung, Lernergebnisse, Voraussetzungen, Preise und Anmeldebedingungen mit dem tatsächlichen Angebot überein?
- Sind Testimonials, Bewertungen, Zahlen und Angaben zur Lehrperson echt und korrekt dargestellt?
- Sind Rechtschreibung, Grammatik und Formulierungen verständlich, ohne unerklärten Jargon? Unterscheidet sich der Text von Beschreibungen ähnlicher Kurse?
- Lässt sich der Entwurf auch in einer mobilen Ansicht gut lesen? Überarbeite Text oder Layout, wenn wichtige Angaben dort schwer zu erkennen sind.
Wenn ein Versprechen nicht belegbar ist, entferne es oder formuliere es enger. Falsche Kursdarstellungen können zu Rückerstattungen und negativen Bewertungen führen. Tests nach der Veröffentlichung können spätere Optimierung unterstützen; sie beweisen nicht im Voraus, dass eine bestimmte Formulierung oder Gestaltung die Konversion erhöht.
Ein fertiger Entwurf beantwortet, für wen der Kurs gedacht ist, was er vermittelt, welche Voraussetzungen und Bedingungen gelten, worauf Glaubwürdigkeitsaussagen beruhen und wohin der CTA führt. Für ergänzende Planung findest du bei Vivicz auch Beiträge zur Kursplanung und zu Lernzielen, zur Preisgestaltung und zum Verkauf von Onlinekursen, derzeit auf Englisch.